Ein Mann wie ein Baum. Stark. Unverwüstlich. Das war Rudi Assauer (67) einmal. Jetzt hat er Alzheimer. Schlimm genug. Doch nun bahnt sich auch noch ein unfassbarer Familienstreit an!
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Auf der einen Seite steht seine Noch-Ehefrau Britta (48). Sie heiratete den Fußball-Manager im April 2011 nach 16 Monaten Beziehung. Von seiner Krankheit wusste sie von Anfang an. Aus Rudis näherem Umfeld heißt es deshalb: Britta will nur sein Geld! „Über diese Vorwürfe zu jammern oder beleidigt zu sein, bringt doch nichts. Das ist so!“, so ein Vertrauter zu DAS NEUE BLATT.
Am 12. Dezember 2011 zog Rudi aus seiner Villa in Gelsenkirchen-Buer aus. „Wir wurden getrennt“, sagt Britta. Sie lebt noch heute in dem Haus. Aber nicht mehr lange. Das Anwesen ist bereits verkauft. Der Erlös: mehr als eine Million Euro. Falls es keine vertragliche Regelung gibt, bekommt Britta davon nichts, ihr Mann alles.
Wer Rudi Assauer hat, der hat sein Geld. Das weiß auch Tochter Bettina (46). Mit ihr lebt er seit gut zwei Monaten in ihrem Reihenhaus in Herten. Manche bezweifeln, dass es ihr wirklich um Rudi geht. Schließlich war das Verhältnis zu ihrem Vater lange Zeit sehr angespannt, es herrschte teilweise sogar Funkstille.
Die Gründe? Unbekannt. Zudem ist Bettina berufstätig, ihr gehört eine Brauerei. Bleibt da noch genug Zeit für die Pflege ihres Vaters? „Wohl kaum“, so eine gut informierte Quelle zu uns, „ihm geht es nicht gut.“ Alle zerren an Rudi Assauer und er weiß kaum noch, was mit ihm passiert. Der Pfundskerl, der immer für alle da war, er ist so hilflos.
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Die wichtigsten Fragen zu Alzheimer
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Drama um Rudi Assauer: Die wichtigsten Fragen zu Alzheimer
Alzheimer
Woran erkenne ich die Krankheit?
Eine leichte Vergesslichkeit (
"Wo hab ich denn nur die Schlüssel gelassen?") ist ganz normal.
Die wichtigsten Alzheimer-Symptome: deutliches Nachlassen der
Merkfähigkeit und
Konzentration innerhalb von sechs Monaten, leichte Sprechstörungen, depressive Verstimmung.
Alzheimer
Was ist Alzheimer eigentlich?
Alzheimer ist eine Form der
Demenz, bei der Hirnzellen absterben. Schuld ist der
Eiweiß-Stoff Beta-Amyloid, der sich im Gehirn festsetzt... Diese "Plaques" töten Nervenzellen ab, das Gehirn schrumpft. Alzheimer ist unheilbar und schränkt die geistige Fähigkeiten immer weiter ein.
Alzheimer
Ist Alzheimer erblich?
Jein. Es gibt eine seltene frühe Alzheimer-Form, die im Alter von 30 bis 60 auftritt. Sie ist
erblich bedingt, macht aber nur fünf Prozent der Fälle aus. Der Rest ist altersbedingt.
Alzheimer
Wie verläuft Alzheimer?
In drei Stufen. Zu Anfang können Betroffene sich neue Dinge nicht merken. Sie sind
schnell müde, viele haben eine depressive Verstimmung oder sind gereizt.
Im mittleren Alzheimer-Stadium können sie sich nicht mehr orientieren. Oft wird die
Blase schlechter.
Im dritten Alzheimer-Stadium erkennen Patienten ihre Angehörigen nicht mehr und werden bettlägerig.
Alzheimer
Kann man Alzheimer behandeln?
Es gibt
Medikamente, die den Verlauf von Alzheimer verzögern. Alternative Heilverfahren wie Psycho- und Bewegungstherapie können das Leid abmildern.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Knabberspaß
Wer häufig
Nüsse isst, hält seine Gefäße gesund. Das sorgt für eine gute
Durchblutung - auch des Gehirns. Und senkt so das Risiko für gefäßbedingte Demenzerkrankungen. Vor allem die Königinnen unter den Nüssen, Walnüsse, schützen mit ihrem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren unser Gehirn. B-Vitamine fördern zudem Konzentration und Gedächtnis. Gönnen Sie sich deshalb ruhig eine kleine Handvoll täglich!
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Gesund Essen
Nicht nur der Magen, auch das Gehirn dankt es Ihnen, wenn Sie kunterbunt und genussvoll essen. Essen Sie jeden Tag zwei (faustgroße) Portionen Obst und
drei Rationen Gemüse - in allen Farben und passend zur Saison. Greifen Sie bei jeder Gelegenheit zu Oliven- und Rapsöl. So versorgen Sie Hirn und Nerven mit Energie (Kohlenhydraten) und Nährstoffen zum Schutz vor Veränderungen. Außerdem sollten Sie idealerweise dreimal pro Woche
fetten Seefisch essen (z. B. Makrele oder Lachs), da stecken viel hirngesunde Nährstoffe drin.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Gehirnjogging
Sie wollen sich keinen teuren Gehirntrainer für den Computer zulegen und haben auch wenig Lust auf stundenlanges
Gehirnzellen-Jogging? Gut so! Zehn Minuten tägliches Training reichen - und das müssen nicht immer die gewohnten Übungen sein. Kreuzworträtsel sind ein guter Anfang. Aber noch besser, als sich wiederholende Fragen zu beantworten, wirken
neue Anregungen: Lesen Sie doch mal ein paar Seiten auf dem Kopf oder drehen Sie Worte im Kopf herum. Wie lautet Ihr Name rückwärts? Solche Denkspiele sind auch ideal für lange Auto- oder Busfahrten.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Gleichgewicht
Fordern Sie Ihr Gehirn mit einfachen Übungen heraus: Stellen Sie sich im Türrahmen auf, und versuchen Sie, 45 Sekunden auf einem Bein zu stehen. Danach das Bein wechseln und noch mal 45 Sekunden still stehen. Wenn Ihnen das noch keine Mühe bereitet, schließen Sie doch zusätzlich die Augen! Sie können Ihre Balance auch testen und verbessern, indem Sie auf einer geraden Linie gehen, z. B. einer Straßenmarkierung oder auf einem Holzbalken. Oder machen Sie es wie die Kinder, und malen Sie einfach eine Kreidelinie auf den Gehweg.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Körpertraining
Bewegung verbessert die Durchblutung und damit die Versorgung des Körpers mit
Sauerstoff. Davon profitiert auch das Gehirn, indem es bessere Arbeit leisten kann. Deshalb: Laufen Sie der Demenz einfach davon! Dass das funktioniert, belegen gleich mehrere Studien.
Leistungssportler müssen Sie dafür nicht werden. Gehen Sie jeden Tag 30 Minuten Nordic Walken, einfach nur spazieren oder fahren Sie Rad. Die perfekte Kombination aus Ausdauer-, Koordinations- und Gehirn- Training ist übrigens
Tanzen. Bereits zweieinhalb Stunden (sanfter) Bewegung in der Woche bremsen den Gedächtnisverlust nachweislich.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Geschmackstest
Lassen Sie Ihrer
Fantasie freien Lauf, und denken Sie sich immer neue Denkaufgaben und Spiele aus. Mit diesem Tipp sind Sie auch beim nächsten Besuch Ihrer
Enkel ganz bestimmt deren Heldin: Schnippeln Sie Obst, Gemüse, Käse, Wurst etc. klein. Einer Person werden die Augen verbunden. Jetzt muss sie die Lebensmittel am Geschmack erraten. Klingt simpel, ist aber gar nicht so leicht - und schon das Ersinnen solcher Aufgaben sorgt für Bewegung im Oberstübchen!
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Lauthals singen
Endlich: Im Radio kommt Ihr Lieblingslied! Genau das, auf das Sie schon seit Stunden warten. Schon schlägt Ihr Herz im Takt der Musik. Sie lieben es, zu
singen? Dann tun Sie es! Singen Sie lauthals mit, so oft Sie mögen - morgens unter der Dusche, beim Autofahren oder noch besser: in einem Chor. Denn Singen trainiert nicht nur die Atmung (prima gegen Kurzatmigkeit) und schenkt
große Lebensfreude, sondern die vielen Melodien und Texte, die Sie sich merken müssen, sind ein prima Training fürs Gehirn.
Alzheimer: Wie kann ich mich schützen?
Viel Flüssigkeit
Wussten Sie, dass das Gehirn das wasserreichste
Organ im Körper ist? 75 Prozent des Gehirns bestehen aus
Wasser. Und nur, wenn Sie genug trinken, können Gehirn und Nerven auch "flüssig" arbeiten. Trinken Sie deshalb jeden Tag zwei Liter
(kalorienfreie) Flüssigkeit. Am besten jede Stunde ein Glas Wasser. Gute Nachricht für Kaffee-Genießer: Einer aktuellen Studie zufolge können drei Tassen Kaffee täglich dabei helfen, altersbedingten Gedächtnisschwund zu bremsen!
Veröffentlicht in Das Neue Blatt


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