Boris Becker


Pokern statt Pudern


Ein inniger Blick ins Glück: Der kleine Amadeus schlummert friedlich im Arm seines Vaters, die kleinen Äuglein fest geschlossen. Boris Becker (42) lächelt stolz. Lilly (33) schmiegt sich zärtlich an ihn. Was für eine Wärme und Harmonie! Ein Baby zu bekommen ist für die meisten Menschen die Krönung ihres Lebens. Man sieht dieses einmalige Wunder und kann gar nicht genug davon bekommen.
Boris Becker Foto: Getty Images
Während Boris am Pokertisch zockt, passt Lilly auf Amadeus auf.

Bald mischen sich allerdings die ersten Ängste zur Freude. Ängste, dass es dem Baby an etwas fehlen könnte. Warum schläft es nicht ein? Weshalb trinkt es so wenig? Warum schreit es plötzlich stundenlang? In diesen Situationen ist es wichtig, einen Partner an seiner Seite zu haben, der hilft, beruhigt und tröstet. Vor allem dann, wenn eine Frau zum ersten Mal Mutter geworden ist – wie jetzt Lilly Becker.

Und in den ersten Tagen konnte Boris auch gar nicht genug von seiner kleinen Familie bekommen. Was hat er nicht geschwärmt! Sofort holte er seine Söhne Noah (16) und Elias (10) zu sich, zeigte ihnen das neue Halb-Brüderchen. Der stolze Vater: „Er ist ein Gottesgeschenk! Einmal bin ich schon gegen vier Uhr früh aufgestanden, um Amadeus zu wickeln. Er ist äußerst lebhaft. Doch nachts hält sich sein Geschrei in Grenzen.“

„Poker ist ein Beruf für mich, der mir Spaß macht“

Boris , der fürsorgliche Familienvater, der nach Jahren unsteten Lebens endlich sesshaft wird – für viele unvorstellbar. Für ihn selbst auch. Denn: Keine vier Wochen nach der Geburt des Kleinen zieht es den Ex-Tennisstar jetzt wieder raus in die Welt. Es ist empörend! Statt bei der Familie zu bleiben, lässt er Amadeus mit Lilly in London sitzen, reist nach Berlin zum Pokerturnier. Pokern, das ist seine neueste Leidenschaft: „Ich nehme das schon sehr ernst. Poker ist ein Beruf für mich. Und zwar einer, der mir Spaß macht. Poker gibt mir ein bisschen das Gefühl von einem 25-Jährigen zurück.“

Er schwärmt von Amadeus: „Er ist ein Gottesgeschenk“

Pokern statt Baby-Pudern – Mensch Boris , muss das jetzt sein? In solchen Momenten ahnt man, dass er nicht anders kann. Nein, ein beschauliches Familienleben – das passt nicht zu ihm. Für Boris scheint das Leben noch immer ein großes Spiel zu sein – ob auf dem Tennisplatz oder am Pokertisch. Er ist süchtig nach Freiheit und Vergnügen, nach einem Leben, in dem er tun und lassen kann, was er möchte. Wir erinnern uns an die letzten Jahre: Boris tanzte auf Partys, wechselte die Freundinnen, tauchte in TV-Shows auf, schrieb Bücher. Seine Devise: Immer unterwegs, immer in Bewegung.

Nun ist da dieses süße Baby. Das bedeutet: Verantwortung übernehmen, Zuneigung und Liebe schenken. Und was macht Boris? Er zockt weiter. Neues Spiel, neues Glück. Doch dieses Mal spielt er um einen hohen Einsatz: Es geht um seine Familie.

Ex-Frau Barbara (43) trennte sich von dem Tennisstar, als er sie mit Angela Ermakowa (40) betrog. Hat auch Lilly irgendwann genug? Man kann nur hoffen, dass Boris den Bogen nicht überspannt. Er sollte künftig den Wickeltisch dem Pokertisch vorziehen. Sein kleiner Sohn wird es ihm später sicher einmal danken…


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