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„Von manchen Menschen, bei denen ich gewettet hätte, dass sie zu mir stehen, habe ich nichts mehr gehört“, gesteht er. „Manchmal war es wie eine Live-Beerdigung: Man sieht, wie die Welt weitergeht – ohne einen selbst.“
Ben, der „böse Junge“, geht in sich: „Mein Vater hat mich besucht, mich unterstützt. Aber er hat mir dann auch immer klargemacht, was gerade passiert: was ich ihm damit antue, dass er seinen eigenen Sohn im Gefängnis besuchen muss. Daran hab’ ich lange gekaut. Ich habe mich in Grund und Boden geschämt.“ Späte Einsicht. Aber besser spät als nie. Nur: Wo war eigentlich seine Mutter
Uschi Glas? „Sie wollte mich besuchen, und ich habe ihr gesagt, dass ich mich freuen würde, aber ich wollte ihr das nicht antun…“
Auch eine andere Beziehung wurde auf eine harte Probe getellt.
Kurz vor Haftantritt lernte Ben seine Freundin Sandy (23) kennen. Er habe sich „unsterblich in sie verliebt“, erzählt er. „Sandy hat wegen mir eine beschissene Zeit auf sich genommen. Keine Ahnung, wie ich ihr das je danken kann.“
Nun, vielleicht, indem er sich seine Zeit hinter Gittern wirklich zu Herzen nimmt. Sein Leben ändert und endlich erwachsen wird. Sandy ist dabei sicher eine große Stütze. Zumindest zog Ben schon zu ihr nach
Hamburg. Momentan sind die zwei aber noch im Urlaub. Verbringen viel Zeit an Stränden, liegen in der Sonne, genießen die gemeinsame Freiheit – und reden. Denn es gibt viel aufzuarbeiten…
Hier geht es zur Biografie von Uschi Glas.
Veröffentlicht in Das Neue Blatt

