Man sieht ihm die Freude an, und sein zufriedenes Lächeln überträgt sich sofort auf alle um ihn herum – wenn Papst Benedikt XVI. (83) von seinem Bruder, dem Domkapellmeister Georg Ratzinger (86), besucht wird, dann verströmt er noch mehr Liebe und Vertrauen als sonst.
Foto: Getty Images
„Wir sind sehr innig und vertraut miteinander. Wenn Georg lange nicht da war, habe ich oft Sehnsucht nach meinem großen Bruder“, verriet
Papst Benedikt jetzt.
Und gerade an Weihnachten denkt der Heilige Vater oft wehmütig an den Bruder. Der ist fern von ihm, doch seinem Herzen so nah. Wenn
Papst Benedikt am Weihnachtsmorgen der ganzen Welt den Segen „Urbi et Orbi“ spendet, dort von der Loggia des Petersdoms in
Rom – dann gehen seine Gedanken auch ins ferne Regensburg zu Georg. Dann bittet der Papst Benedikt den Herrgott, ihm noch lange seinen geliebten Bruder zu erhalten. Als seinen wichtigsten Ratgeber, als sein Vorbild, als seinen Freund.
Warum lässt Papst Benedikt jetzt so private Blicke in seine Welt zu? „Weil Papst Benedikt XVI. unbedingt Frieden, Freude und Nächstenliebe in unsere oft so kalte und verschlossene Welt bringen will“, sagt der Journalist Peter Seewald, der dem Heiligen Vater für sein Papst-Buch „Licht der Welt“ auch private Fragen wie kein anderer stellen durfte. Hier auszugsweise einige wunderbare und überraschende Bekenntnisse und Geständnisse…
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Das Interview mit Papst Benedikt:
Noch nie sah man Papst Benedikt im Pullover.
Papst Benedikt: „Das wird auch so bleiben. Die Soutane immer zu tragen habe ich von Papst Johannes Paul II. übernommen.“
Was machen Sie, wenn Sie 20.45 Uhr Feierabend haben?
Papst Benedikt: „Oft noch Akten lesen, gern aber auch einen Film sehen, z.B. ‚Don Camillo und Peppone‘.“
Wie essen Sie?
Papst Benedikt: „Meistens zusammen mit der päpstlichen Familie, also engsten Mitarbeitern, den vier Frauen aus der Gemeinschaft ‚Memores Domini‘ und den Sekretären. Das genieße ich sehr.“
Hat Papst Benedikt eigenen Besitz?
Papst Benedikt: „Mir gehören meine Büromöbel und Bücher, die ich mir schon als junger Geistlicher nach und nach gekauft und in den Vatikan mitgenommen habe.“
Und die Uhr an ihrem Arm?
Papst Benedikt:„Die habe ich von meiner verstorbenen Schwester Maria geerbt. Sie bedeutet mir sehr viel.“
Ein Papst hat keine eigene Brieftasche, kein Gehaltskonto?
Papst Benedikt: „Ja. Das ist richtig.“
Sie spielen Klavier?
Papst Benedikt: „Voller Begeisterung. Aber ich habe dafür fast nur im Urlaub Zeit.“
Wollen Sie mehr wissen über das Leben und die Botschaften unseres Papstes?
Das Buch „Licht der Welt“ gibt es im Verlag Herder. 255 Seiten, 19,95 Euro.
Veröffentlicht in Neue Post

